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Kino

Ludwig van Beethoven. Fidelio im Justizvollzug

Astor Film Lounge

Ein Spielfiim von Christoph Hagel, Dauer 85 min
Weltpremiere am 8. Februar 2025 im KulturKINO
Vorfilm (Kurzfilm): THE THREADS THAT BUILD A HOME von Mario Clement, 2024, mit Ezra Mabengeza
Vier Fremde treffen aufeinander und spüren eine tiefe, unerklärliche Verbundenheit – als wären sie durch unsichtbare Fäden verbunden, die Zeit und Erinnerung hinter sich lassen.

1789 brach in Paris die Französische Revolution aus. Ihre Initialzündung war die Erstürmung des französischen Staatsgefängnisses, der Bastille. Der Sturm auf das Gefängnis wurde zum wichtigsten Symbol dieses großen Umbruchs der Weltpolitik. Beethoven lebte damals in Bonn und war 18 Jahre alt. Der Furor und die Vision der Revolution erfassten den Teenager sofort und vollständig. Beethoven, der bis zu seinem Tode ein begeisterter Anhänger der Revolution blieb, wurde der erste politische Komponist. 1805 fand Beethoven - nun als Berühmtheit in Wien lebend - endlich den passenden Stoff für seine Revolutionsoper, die von der brennenden Bastille inspiriert war; eine Geschichte, die sich tatsächlich während der Revolution in einem französischen Gefängnis ereignet haben soll. Ein Freiheitskämpfer wird zu Unrecht eingekerkert. Seiner jungen Frau gelingt es, seine Ermordung zu verhindern und ihn endlich zu befreien. „Fidelio“ wurde für Beethoven zum Leidensprojekt: er brauchte mehrere Jahre und mehrere Fassungen, um die Oper schließlich zum Erfolg zu führen. Gleichzeitig verschlechterte sich sein Gehör dramatisch. Heute gilt „Fidelio“, neben der „Zauberflöte“, als wichtigste Oper in deutscher Sprache.

So sehr sich die Welt seit der Französischen Revolution auch gewandelt hat, so haben ihre (unerfüllten) Ideale nichts an Aktualität eingebüßt. Und auch die Handlung von Beethovens „Fidelio“ zeigt ihre Relevanz für das 21.Jahrhundert ganz konkret an den Schicksalen verfolgter Journalisten auf der ganzen Welt, wie etwa Julien Assange oder Jamal Khashoggi.

Aus diesem Grund wurde Beethovens „Fidelio“ für die heutige Zeit adaptiert und verfilmt. Neben einem internationalen Gesangsensemble wirken Inhaftierte des Berliner Justizvollzugs in verschiedenen Rollen mit. Dokumentarische Teile, in denen die Inhaftierten von ihrer Lebensrealität im Gefängnis und von ihren Hoffnungen für die Zukunft berichten, brechen die Handlung und richten den Fokus immer wieder auf das erste und wichtigste Ideal der Französischen Revolution: die Freiheit.

Der Journalist Florestan ist spurlos verschwunden. Seine junge Ehefrau Leonore findet in seinem Büro Hinweise auf einen Politskandal um den Abgeordneten Pizarro, der für die Gefängnisse zuständig ist. Leonore verkleidet sich als Mann und nimmt einen Job als Hilfskraft im zentralen Gefängnis an. Wird ihr Mann hier festgehalten?

Am 8. Februar 2025 konnten wir in unserem Pre-Berlinale KulturKINO in der Astor Filmlounge Berlin die Weltpremiere des ersten Opernfilms “Ludwig van Beethoven. Fidelio im Justizvollzug” des bekannten Dirigenten und Openregisseurs Christoph Hagel gemeinsam mit vielen Mitwirkenden und Gästen feiern. 
Davor stellte sich der Regisseur Mario Clement mit seinem ersten Kurzfilm “THE THREADS THAT BUILD A HOME” (mit Ezra Mabengeza), der durch die eindringliche Emotionalität und Ästhetik der Bildsprache bestach, vor.
Nach den Screenings gab es eine anregende Diskussion mit dem Publikum und unsere beliebte Saalverlosung. 
Den anschliessenden Empfang nutzte das Publikum sowohl zu individuellen Begegnungen und vertiefenden Gesprächen als auch zum Einsammeln von Autogrammen.

Weitere Informationen zum Film

Astor Film Lounge
Kurfürstendamm 225
10719 Berlin

Öffnungszeiten
Kassenöffnung tägl. ab 14.30 Uhr

Allgemeine Hinweise

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